Berliner Residenz Konzerte – Komponisten
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Johann Sebastian Bach ist neben Georg Friedrich Händel der bedeutendste
Komponist der Barockzeit. Er wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren und
starb am 28. Juli 1750 in Leipzig.
Seine musikalische Karriere begann er als Chorknabe in Lüneberg. Es folgten
Engagements als Violinist des Herzogs von Weimar und als Organist in Arnstadt
und Mühlhausen. Von 1708 bis 1717 war Bach Konzertmeister in Weimar und
anschließend Kapellmeister in Köthen. Ab 1723 war Bach Thomaskantor in Leipzig.
In dieser Funktion zeichnete er für das gesamte Musikleben Leipzigs
verantwortlich. Sein Aufgabenbereich umfasste dabei nicht nur Komposition,
sondern auch Musikunterricht und Konzertauftritte.
Luigi Boccherini (1743 – 1805)
Luigi Boccherini war italienischer Komponist und Cellist und wurde am 19.
Februar 1743 in Lucca geboren und starb am 28. Mai 1805 in Madrid. Boccherini
wurde bereits mit 14 Jahren Cellist am Hoftheater in Wien. 1761 kehrte er nach
Lucca zurück, wo er erster Cellist der Kapelle der Republik von Lucca wurde.
Ab 1765 gab er zusammen mit dem Geiger F. Manfredi Konzerte in Norditalien;
1767 gingen sie nach Paris, wo Boccherinis erste Werke publiziert wurden. 1770
ernannte man Boccherini zum Kammerkomponisten des spanischen Infanten Don Luis,
später wurde er Kapellmeister der Herzogin von Benavente. 1787 ernannte ihn
König Friedrich Wilhelm II. zum Kammerkomponisten und setzte ihm eine Rente aus.
So schrieb Boccherini, obwohl er in Madrid blieb, für etwa 10 Jahre vor allem
Musik für den preußischen König. Beim Tod des Herrschers wurde seine Rente
widerrufen, und er musste in seinen letzten Lebensjahren von der durch die
Inflation entwerteten Rente des Königs von Spanien leben.
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Georg Friedrich Händel wurde im gleichen Jahr wie J. S. Bach geboren (1685) und starb am 14. April 1759 in London.
Gegen den Willen seines Vaters, der ein angesehener Arzt war, studierte Händel Musik, kam an die Hamburger Oper und reiste 1706 für mehrere Jahre nach Italien, wo er nicht nur die italienische Oper, sondern auch neue Formen der Orchestermusik, das Concerto Grosso, kennen lernte. 1712 reiste er nach England, das seine zweite Heimat werden sollte. Für den englischen König schrieb er zahlreiche Auftragswerke für festliche Anlässe, so z.B. die „Wassermusik“ und die „Feuerwerksmusik“.
Nachdem Händel mit einem eigens gegründeten Opernunternehmen keinen finanziellen Erfolg hatte, wandte er sich der Komposition von Oratorien zu. Mit dem Oratorium „Der Messias“ errang er Weltruhm. Trotz eines Schlaganfalls und einer Erblindung in den letzten Jahren seines Lebens war Händel bis zuletzt unermüdlich musikalisch tätig und starb hoch angesehen 1759 in London.
Friedrich der Große (1712 – 1786)
Der Preußenkönig Friedrich der Große war an Kunst in jeder Form interessiert.
Er skizzierte beispielsweise sein Potsdamer Schloss Sanssouci selbst und ließ es
von Knobelsdorff ausführen, legte eine bedeutende Bildersammlung an, spielte
sehr gut Querflöte und komponierte auf gehobenem Niveau. Sein Kunstgeschmack war
sehr gefestigt und statisch, so dass er europäische Entwicklungen in vielen
Bereichen kaum beachtete. Weithin bekannt ist sein Treffen mit Johann Sebastian
Bach im Jahre 1747 in Sanssouci. Im Zuge dieser Begegnung schrieb Bach im
Auftrag des Königs sein berühmtes "Musikalisches Opfer", basierend auf einer vom
König in Auftrag gegebenen Improvisation.
|