Schloss und Garten Charlottenburg
Königliches Preußen in Berlin

Das Schloss Charlottenburg, eine ehemalige Residenz der Hohenzollerndynastie, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Schloss Charlottenburg und seine Gartenanlage sind somit der ideale Ort für eine anschauliche Zeitreise durch preußische Kunst und Kultur von der Barockzeit bis ins frühe 20. Jahrhundert. Der Ursprungsbau des Schlosses entstand im späten 17. Jahrhundert als Sommersitz für die brandenburgische Kurfürstin und spätere Königin Sophie Charlotte – daher auch die Bezeichnung "Schloss Charlottenburg".

Nach der Krönung ihres Gemahls Friedrichs I. zum König von Preußen wurde es 1701 zur barocken Dreiflügelanlage nach französischem Vorbild erweitert. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr Schloss Charlottenburg eine ganze Reihe baulicher Veränderungen: Friedrich der Große beispielsweise ließ Innenräume im Rokokostil hinzufügen, wo heute Meisterwerke der französischen Malerei zu bewundern sind. Um 1796 wurden frühklassizistische Winterkammern angefügt. Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert kamen weitere Bauwerke im Schlossgarten dazu, wie der Neue Pavillon, das Mausoleum und das Belvedere. Letzteres diente ursprünglich als Teehaus. Seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg ist im Belvedere das kostbare Berliner Porzellan ausgestellt.

Schloss Charlottenburg © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Der heute 55 Hektar große Schlossgarten wurde Ende des 17. Jahrhunderts als früheste Barockanlage Norddeutschlands im französischen Stil angelegt. Ähnlich wie am Schloss wurden auch am Garten viele Veränderungen vorgenommen. 1786 wurde der barocke Garten in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt.


Das Mausoleum © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Insgesamt bietet Schloss Charlottenburg und seine Gärten einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung höfischer Baukunst im Laufe der Jahrhunderte. Ursprünglich wurde Schloss Charlottenburg im Jahre 1926 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach einem langen und komplizierten Wiederaufbau infolge der schweren Zerstörungen nach dem Zweiten Weltkrieg erfreut sich das Museumsschloss wieder ungebrochener Beliebtheit bei Freunden von Schlössern und Kunsthistorikern gleichermaßen. Werke großer französischer Maler wie Antoine Watteau, Nicolas Lancret, Jean Simeon Chardin und Antoine Pesne werden permanent im Schloss Charlottenburg ausgestellt. Damit bietet Schloss Charlottenburg die größte Sammlung französischer Malerei des 18. Jahrhunderts außerhalb Frankreichs. Weitere Meisterwerke bildender Kunst können im Neuen Pavillon im Schlossgarten besichtigt werden. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die prachtvollen Festsäle und die barocken Paradeappartements des Königspaares im Erdgeschoss des Schlosses, wo auch die Ahnengalerie und die Schlosskapelle zu sehen sind. Im Obergeschoss wartet die Hoftafel- und Silberkammer auf interessierte Besucher.

Darüber hinaus ist Schloss Charlottenburg nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel in Berlin, sondern auch ein gefragter Veranstaltungsort für kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse.




 


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